Sichtbarkeit

Dies hier ist nur eine Kurzfassung… Das Original ist  http://www.unruhewerk.de

Wer ich bin, steht hier: http://unruhewerk.de/ueber-mich/

Und: Ich hab was gegen das Verschwimmen, Verschwinden, das Abgleiten in grau oder beige, kurz: gegen das Alt- und Unsichtbar-Werden. Und dieser Ring ist schon lang mein Markenzeichen. Gekauft nach einer schweren, langen Krankheit. Ursprünglich vor allem mit dem Hauptzweck, mich selbst daran fest zu halten. Mich an einen bestimmten Punkt in meinem Leben zu erinnern. Denn dies gehört für mich ebenso zum Sichtbarbleiben: Die eigene Geschichte nicht aus den Augen zu verlieren. Sich am eignen Leben und dessen Ereignissen lang zu hangeln. Mir war aber auch wichtig, dass es etwas ist, was garantiert jeder auf einen Blick von außen sieht. Auch jemand, der mich gar nicht kennt.

Individuell, eigensinnig, „echt“

Warum ist das so? Ich behaupte mal, das geht nicht nur mir so… andere tragen jahrzehntelang Fotos in der Brieftasche oder einen Talisman mit sich rum, „individualisieren“ ihr Auto, ihr Handy, von all den Selfies gar nicht zu reden… Warum haben scheinbar alle Menschen plötzlich solche Angst, „verloren“ zu gehen, keine sichtbaren Spuren zu hinterlassen? Das geht doch schon lange weit über das alte „Gebot“ hinaus, ein Haus zu bauen, Nachwuchs zu zeugen/zu gebären, einen Baum zu pflanzen. Es beginnt mit der „richtigen Kleidung“, der richtigen Sprache, mit Gesten und Verhaltens-Maßnahmen – vieles davon mühsam antrainiert, damit es eben jenes Bild von uns vermittelt, dem wir entsprechen möchten. Das alles ist verständlich, und doch führt es – wie ich finde – auf eine falsche Spur. Denn dabei geht es um Selbst-Optimierung. Das ist aber nicht MEIN Thema. Mein Thema ist das Individuelle, das Eigensinnige, das ganz und gar Persönliche, das „Echte“, wenn man so will. Dieser Ring zum Beispiel ist eben NICHT einfach modisches Attribut, sondern Statement. So wie im Idealfall übrigens auch meine Kleidung…. Das kann viel simpler sein als die Sache mit dem Ring, dann zeigt meine Kleidung einfach nur, wie ich mich heute fühle…. schlampig etwa, das wäre dann 1:1. Oder dass ich bewusst etwas gegen aufkommende Tristesse unternehmen will – dann kann es bunt werden. Schwarz kommt bei mir übrigens häufig vor… das ist ein Grund-Statement und bedeutet übersetzt niemals Trauer, manchmal ein wenig Rebellion, meist aber so was wie: schlicht und pur, das bin ICH.

Magisch….

Dumm ist natürlich: Das alles kann mein Gegenüber gar nicht wissen (selbst mein Mann tut sich noch immer schwer mit dem „Entziffern“….) Da ist durchaus die Frage erlaubt: Wozu das alles? Was bringt es? Ich behaupte: sehr viel! Es genügt, wenn ich weiss, wofür der Ring steht. Wenn er andren Menschen ins Auge fällt: umso besser. Aber „zwischen den Zeilen“ geschieht etwas, das ist für mich ein fast magischer Vorgang. Indem ich mich mit meiner Kleidung, meinem Ring oder was sonst auch immer zeige, beziehe ich Position. Ich weiss das. Und das genügt. Damit strahle ich etwas aus. Und ich behaupte: DAS allein hilft schon viel gegen das Unsichtbar-Werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst hier: http://unruhewerk.de/sichtbarkeit-ich/

Mit Foto!

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2 Kommentare zu “Sichtbarkeit

  1. Hallo Maria,
    kein Stress bitte. Ich habe jetzt erst grade überlegt was Du mit Deinem Beitrag gemeint haben könntest. Bei großen Aktionen, wo sich „fremde“ einklinken ist es kein wunder wenn man jemand vergisst. Ich war gerne dabei. Schön, dass Du uns die Gelegenheit gegeben hast.
    LG Sunny

    Gefällt 1 Person

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